Die Welt der Alltagskommunikation ist bevölkert von kleinen, oft unscheinbaren, aber hochwirksamen Sprachwesen: passiv aggressiven (»pass ag«) Sätzen. Sie sind die rhetorischen Mückenstiche des Alltags – nie groß genug, um einen offenen Streit zu rechtfertigen, aber schmerzhaft und zermürbend.
Ein wiederkehrendes Muster im Umgang mit engagierten Menschen ist die subtile Umkehrung von Bedeutung: Ein Projekt, das jemand pro bono, aus Idealismus oder als gesellschaftlichen Beitrag initiiert hat, wird ihm entzogen – unter dem Vorwand, man wolle ihn »entlasten«.
Die DBG ist kein Argument. Sie ist ein Kommunikationsdesign, bei dem jede Reaktion des Gegenübers zum Nachteil wird.
Soziale Gewalt beginnt fast immer dort, wo nichts danach aussieht.
Der gegenwärtige Diskurs über Mobbing leidet unter einer systematischen Verkürzung.
Mobbing wirkt von außen häufig chaotisch. Mal fällt eine abfällige Bemerkung, mal wird jemand übergangen, plötzlich kursiert ein Gerücht, Informationen kommen nicht mehr an oder Regeln scheinen für einen bestimmten Menschen anders zu gelten als für alle anderen.