Psychotherapie wird meist als klinisches Verfahren verstanden: Symptome lindern, Konflikte aufarbeiten, Krisen begleiten. Doch man kann sie auch anders lesen – als eine moderne Schule der Souveränität, die im Kern nichts anderes tut, als uralte philosophische Einsichten in zeitgemäße Sprache zu übersetzen.
Ein Essay über Mobbing, Macht, Kunst und das Sein selbst.
Oder: Warum das Leben eine Lehre ist und keine Anleitung.
In Zeiten unerschöpflicher Ratgeber, Coaching Videos und stoischer Lebensweisheiten könnte man meinen, seelische Stabilität sei nur noch eine Frage der richtigen Playlist.
Dieser Text erklärt keine Schuld, keine Ideologie und keine Lösungen im politischen Sinn. Er beschreibt einen Zustand. Einen Zustand, in dem gut gemeintes Handeln systematisch das Gegenteil bewirkt.