Die Menschheitsgeschichte lässt sich als eine Abfolge geistiger Atmosphären erzählen – Epochen, in denen jeweils ein Medium die Welt ordnete.
Früher endeten Gespräche, wenn sie zu einem Ergebnis gekommen waren – oder wenn klar war, dass es keines geben würde.
Es gibt eine besondere Form sozialer Gewalt, die nicht auf Anschuldigung beruht, sondern auf Unbestimmtheit. Sie kommt ohne Vorwurf aus, ohne Beweise, ohne konkrete Tat. Und gerade deshalb ist sie so wirksam.
Die naive Vorstellung lautet: »Jemand hat etwas Falsches gesagt – dann wurde es weitergetragen – dann wurde es verfälscht.«
In öffentlichen Debatten wird häufig so getan, als sei jede Form der Kritik gleichwertig.
Gerüchte und Mobbing sind keine harmlosen Begleiterscheinungen unserer vernetzten Gesellschaft. Sie zerstören Existenzen.
Wie man jemanden völlig legal erledigt – und warum alle darauf hereinfallen.
Vom sokratischen Zweifel zur absoluten Gewissheit: Wie eine unbarmherzige Haltung den offenen Diskurs erstickt und die Gesellschaft spaltet.