Strukturelles Mobbing ist selten ein Werk einzelner Drahtzieher. Es funktioniert wie ein Schwarm: Jeder bewegt sich in dieselbe Richtung, nicht weil es einen Plan gibt, sondern weil niemand abweicht.
Friedrich Nietzsche sprach von »Herrenmoral« und »Sklavenmoral«. 2 große, farbige Metaphern, die aber bis heute missverständlich geblieben sind.
Wer Macht hat, weil er frei ist, strahlt Ruhe aus. Wer Macht braucht, weil er unfrei ist, wirkt gefährlich.
Psychotherapie wird meist als klinisches Verfahren verstanden: Symptome lindern, Konflikte aufarbeiten, Krisen begleiten. Doch man kann sie auch anders lesen – als eine moderne Schule der Souveränität, die im Kern nichts anderes tut, als uralte philosophische Einsichten in zeitgemäße Sprache zu übersetzen.
Die Menschheitsgeschichte lässt sich als eine Abfolge geistiger Atmosphären erzählen – Epochen, in denen jeweils ein Medium die Welt ordnete.
Es gibt 2 Grundhaltungen in der #Psychotherapie. Sie unterscheiden sich nicht in Methoden oder Theorien, sondern im Ziel: Will ich den Patienten klein machen – oder groß?
Ein Essay über Mobbing, Macht, Kunst und das Sein selbst.
Der Blick in den #Abgrund – #Nietzsche hat ihn beschrieben, und jeder, der ihn einmal gewagt hat, weiß, dass es kein bloßes Bild ist. Der Abgrund ist real. Und das Erschütternde daran: Er ist nicht draußen, er ist in uns.
Mobbing gilt als psychische Gewalt. Doch das ist eine Untertreibung. In Wahrheit ist Mobbing eine Form der Zerstörung, die tiefergreift als Fausthiebe oder Schläge.
Die sogenannte »Opferrolle« wird in Psychologie, Ratgeberliteratur und Pop Therapie fast ausschließlich vom Opfer her gedacht. Das ist bequem, moralisch anschlussfähig – und analytisch wertlos.
Die 36 Strategeme werden oft missverstanden als Listensammlung für Zyniker, Manipulatoren oder Militärs. In Wahrheit sind sie etwas anderes: Sie beschreiben keine Moral – sondern Dynamik. Genau deshalb passen sie so gut zur Schwarmelektrodynamik.
Es gibt heute kaum etwas, das so zuverlässig konform ist wie der Wunsch, besonders zu sein.
Die Geburtsstunde eines »Gish Loops« ist selten ein sachliches Missverständnis. Er entsteht im sterilen Vakuum des Generationswechsels.
Das Fantasiegericht oder Warum wir uns vor Instanzen rechtfertigen, die es gar nicht gibt.
Eine der folgenreichsten Gewohnheiten des menschlichen Denkens besteht darin, aus Prozessen Dinge zu machen.
Vom sokratischen Zweifel zur absoluten Gewissheit: Wie eine unbarmherzige Haltung den offenen Diskurs erstickt und die Gesellschaft spaltet.